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Milchzucker-Intoleranz bei Kids

Milch, Joghurt oder Frischkäse kommt beim Nachwuchs immer gut an, doch manchmal fühlt es sich danach gar nicht wohl. Worauf es bei der Ernährung jetzt ankommt.

Wo Milchzucker drinsteckt

15 bis 20 Prozent der Deutschen vertragen mittlerweile keinen Milchzucker – medizinisch Laktose genannt. Ursache dafür ist, dass der Körper keine oder zu geringe Mengen Laktase erzeugt. Dieses Enzym ist nötig, um Laktose aufzuspalten und zu verdauen. Die typischen Symptome der Unverträglichkeit, wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall, treten gewöhnlich im Zeitraum von einer halben Stunde bis zu drei Stunden auf, nachdem man Milch oder Milchprodukte zu sich genommen hat.

So erkennt man die Laktose-Intoleranz

Im ersten Schritt kann ein Ernährungsberater helfen, die Essgewohnheiten festzustellen. Eventuell macht es Sinn, sich zwei Wochen lang laktosefrei zu ernähren und seine Symptome in einem Tagebuch festhalten. Bei einem konkreten Verdacht sorgt der Arzt mit einem sogenannten H2-Atemtest für Klarheit. Möglicherweise leidet dein Kind nicht unter einer Laktose-Intoleranz, sondern verträgt das Milcheiweiß Casein nicht. Dann müsste es um Milchprodukte einen großen Bogen machen.

Tipps für den Alltag

Milchzucker steckt nicht nur in Molkereiprodukten. Auch in Backwaren, Süßigkeiten und Fertiggerichten kann Laktose in Form von Milchprodukten, etwa Molkepulver, drin sein. Beachten Sie deshalb immer die Zutatenliste auf der Verpackung. Reifer Hartkäse enthält kaum noch Laktose und wird daher von vielen Betroffenen gut vertragen. Das gilt auch für Sauermilchprodukte (Kefir, Joghurt). In kleinen Mengen und über den Tag verteilt bereitet Laktosehaltiges weniger Probleme.

Laktosefreie Lebensmittel

Bei Milch, Käse, Joghurt & Co. mit der Bezeichnung „laktosefrei“ auf dem Etikett, muss die enthaltene Menge  unter 0,1 g Laktose pro 100 g liegen. Laktosefreie Milch und Milchprodukte bestehen übrigens aus Kuhmilch, die mikrobiologisch aufbereitet wurde.

Butter, Joghurt, Käse & co. ohne Laktose sind im Handel u. a. erhältlich von MinusL, Alpro Soja, Landliebe oder Söbbeke.

 

Foto: Shutterstock/gorillaimages

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