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Heuschnupfen: Mythen im Check

Über die Pollenallergie gibt es viele Volksweisheiten. Wir räumen auf mit den gängigsten Irrtümern.

Jetzt fliegen sie wieder: Klitzkleine Pollen von Birke, Erle oder Weide und trüben die Frühlingsgefühle von rund 20 Millionen Pollenallergikern in Deutschland. Wie man Heuschnupfen und brennende Augen oder eine laufende nase am besten behandelt – darüber herrschen oft falsche Vorstellungen.

Irrtum Nr. 1: „Antihistaminika machen müde.“

Nicht mehr! Antihistaminika der neuen Generation mit Wirkstoffen wie Loratidin oder Cetrizin beeinflussen so gut wie nicht das Schlafzentrum im Gehirn. Oft sind es die erkältungsähnlichenBeschwerden der Allergie, die uns schlapp und fahrig machen.

Irrtum Nr. 2: „Nur rezeptpflichtige Medikamente helfen.“

Stimmt nicht! Bei leichten Beschwerden lindern rezeptfreie Antihistaminika die Symptome binnen 15 Minuten. Erst in schweren Fällen sollte man sich Nasenspray, Augentropfen oder Asthmaspray in höherer Dosierung oder mit stark wirksamen Substanzen wie etwa Kortison verschreiben lassen.

Irrtum Nr. 3: „Pollen fliegen nur im Frühjahr und Sommer.“

Nicht wirklich! Hauptsaison des Pollenflugs ist zwar April bis August. Doch in warmen Wintern blühen etwa Erle oder Haselnuss schon im Januar. Und bis in den Oktober hinein kann noch Amrbrosia aus Nordamerika zu uns fliegen. Das kann trügerisch sein, denn viele deuten die Smyptome falsch, weil sie in der kalten Jahreszeit nicht mit einer Pollenallergie rechnen.

Irrtum Nr. 4: „Allergiker ist man ein Leben lang.“

Das muss nicht sein! Durch eine Hyposensibilierung werden die Symptome schwächer oder verschwinden im Idealfall ganz. Der Körper wird durch diese  Impftherapie mit dem Allergen stufenweise vertraut gemacht, bis er kaum noch auf den Auslöser reagiert.

 

Foto: Shutterstock/Svitlana-ua

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