Die Gartensaison ist eröffnet!

Die Gartensaison ist eröffnet!

Kinder lieben es, Beete umzugraben, Samen auszusäen und nach ein paar Wochen, die Früchte ihrer Arbeit zu ernten. Mamas Meal-Bloggerin Marion Jetter über ihre Erfahrungen mit dem eigenen Gemüsebeet.

Letzte Woche sollte meine Tochter einen, mit Erde befüllten, Blumentopf plus Gemüsesamen mit in die Schule bringen. Ziel ist es, den Erstklässlern zu zeigen, wie das Gemüse wächst, das wir tagtäglich essen. Eine schöne Idee, finde ich. Und es ist unglaublich, mit welchem Eifer sich die Kinder um ihre Sprösslinge kümmern. Und noch viel mehr, wie rasch Radieschen, Möhren und Kressesamen erste Blätter zeigen. Wir Mütter haben uns von dem Projekt anstecken lassen und fleißig in unseren Gärten, Hochbeeten oder Balkonkästen Gemüse ausgesät. Für Euch habe ich die wichtigen Infos zusammengefasst. Gärtnern macht wirklich Spass und ist auf dem kleinsten Stadtbalkon möglich.

Topfkultur auf dem Balkon

Auch ohne Garten und Beet könnt Ihr eigenes Gemüse ernten. Tomaten, Radieschen, Rote Bete und Bohnen wachsen prima in Töpfen und Kästen. Ja selbst Gurken gibt es mittlerweile im Balkontauglichen Miniformat. Achtet unbedingt darauf, dass sich im Tofboden genügend Entwässerungslöcher befinden. Das ist wichtig, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann und die Wurzeln nicht faulen.

Schneller Erfolg

Radieschen eignen sich besonders gut für Kinder, weil sie relativ schnell erntereif sind. Euer Kind kann den Radieschen quasi beim Wachsen zusehen. Die kleinen Knollen fühlen sich im Gartenbeet genauso wohl wie in einem Hochbeet oder einer Gemüsekiste auf dem Balkon. Sie lieben frühlingshafte Temperaturen von durchschnittlich 12 bis 15 Grad.

So geht´s:

  1. Lasst den Radieschen zum Wachsen genügend Platz. Säet Reihen mit 10 bis 20 cm Abstand, die einzelnen Samen mit einem Abstand von 4 bis 7 cm. Die Saat sollte 1 cm tief in der Erde sein, anschließend bedeckt und gut gewässert werden.
  2. Rechtzeitiges Ernten – nach 4 bis 6 Wochen – lohnt sich, da die kleinen Knollen sonst holzig, pelzig und hohl werden.
    Wichtig: Den Boden immer feucht halten! Zu wenig Wasser macht Radieschen sehr scharf und innen eventuell hohl.

Naschtomaten für Kinder

Tomaten mögen alle Kinder gern, vor allem wenn sie diese direkt vom Strauch naschen dürfen. Im Handel gibt es spezielle Naschtomaten, die leicht süßlich schmecken. Mein absoluter Favorit: Die Kirschtomate „Pepe“. Die ersten Jungpflanzen gibt es bereits in ausgesuchten Gartenmärkten. Wichtig: mit reichlich Erde in geräumige Töpfe setzen und mit Stäben abstützen. In Kästen oder Beeten sollte der Abstand der Pflanzen zueinander ca. 35 cm betragen. Erst ab Mitte Mai, nach den sogenannten „Eisheiligen“, dürfen die Tomaten an einen sonnigen (vor Regen geschützten) Platz ins Freie. Die ersten Früchte können Eure Kinder sicher schon im Juli ernten.

Kunterbunte Rüben

Das Tolle an einem eigenen Gemüsegarten ist, dass man Sorten anbauen kann, die es nicht in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Zum Beispiel gelbe oder rote Rüben oder die rot-weiß-geringelte Rote-Bete-Sorte Chioggia. Die Samen werden in einzelnen Töpfen im Haus vorgezogen. Wenn sie groß genug sind, können sie nach draußen gepflanzt werden. Bis Mitte Mai müssen die empfindlichen Sämlinge aber mit einem Vlies vor Nachtfrost geschützt werden. Wenn es warm genug ist, könnt ihr auch direkt ins Freiland säen. Lasst die Rüben bitte nicht zu groß werden, das geht auf Kosten des Geschmacks. Junge, kleine Rüben sind viel leckerer.

Reiche Ernte

Gurken ranken rasch in die Höhe und erfreuen seinen Besitzer, bei guter Pflege, mit zahlreichen Früchten. Damit die Pflanze nach oben wachsen kann, benötigt sie eine Rankhilfe (im Gartenmarkt). Das hält die Gurken sauber und schützt vor Schnecken. Weil Gurken viel Wasser speichern, dürfen sie niemals austrocknen und müssen täglich gegossen werden. Am besten in den Morgenstunden. Das beugt Krankheiten vor.

Salat zum Selberpflücken

Pflücksalat ist sehr unkompliziert und für Anfänger prima geeignet. Er ist fast so schnell wie Radieschen, denn nach acht bis zehn Wochen können ie ersten Blätter geerntet werden. Lasst die Herzblätter am besten stehen, so könnt Ihr mehrmals ernten. Gesät wird an April direkt ins Beet. Die Samen müssen leicht mit Erde bedeckt sein, der Abstand zur nächsten Pflanze sollte etwa 25 cm betragen.

Zuckersüße Erbsen

Für mich einfach unverzichtbar, denn sie erinnern mich an den großen Gemüsegarten meines Opas. Sie schmecken einfach köstlich und wir haben sie damals als Kinder direkt vom Strauch gegessen. Die Samen einen Tag in Wasser einlegen, dann keimen sie schneller. Zuckererbsen können jetzt 5-6 cm tief, mit einem Abstand von 3-4 cm untereinander und 40 cm bis zur nächsten Gemüsereihe gesät. Sie brauchen eine Stütze aus Hasendraht oder Zweigen. Bis zur ersten Ernte vergehen knapp drei Monate.

Welche Ideen es noch für den Familiengarten gibt, lest ihr unter:

 

Kreatives für den Familiengarten

Fotos: iStock.com/ArtMarie

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