Kinderlebensmittel: Wie sinnvoll sind sie wirklich?

Kinderlebensmittel: Wie sinnvoll sind sie wirklich?

Kinderlebensmittel locken mit zusätzlichen Vitaminen, leckerem Aroma und hübschem Aussehen: Doch die von den Kids so begehrten Snacks sollten nur ab und zu auf dem Speiseplan stehen.

Joghurt: meist zu süß

Quietschbunter Quark, süßer Sahnepudding oder Joghurt mit Knusperperlen: In den Kühlregalen tummeln sich diverse Leckereien. Aufdrucke wie „mit viel Kalzium“ verheißen oftmals ein zusätzliches Gesundheitsplus. Doch aufgepasst: Für Kinder konzipierte Milchprodukte enthalten häufig mehr als zehn Prozent Zucker und Fett, dafür aber einen niedrigeren Fruchtanteil als normale Sorten.
Gute Alternativen: Naturjoghurt mit Obst der Saison, selbst gemixte Frucht-Shakes oder Quark mit frischen Kräutern schulen den natürlichen Geschmackssinn von Kindern – und sind zudem eine viel kalorienärmere Wahl.

Limo: schlecht für die Zähne

Es gibt sie in allerlei Geschmacks-richtungen – und als Erfrischung zwischendurch sind Limonaden und Cola-Getränke auch erlaubt. Als ständiges Hauptgetränk aber enthalten sie zu viele Kalorien. Auch haben sie mit den vitaminreichen Früchten, die meist auf den Etiketten abgebildet sind, kaum etwas zu tun. Neben viel Zucker ist in den Getränken häufig Zitronensäure enthalten, die den Zahnschmelz schädigt.
Gute Alternativen: Kinder sollten sich an Wasser gewöhnen. Zu den Mahlzeiten ist 1 Glas Saftschorle okay (1 Teil Saft, 2–3 Teile Wasser). Und Kakao schmeckt auch mit weniger Pulver noch lecker schokoladig.

Salzige Snacks: viele Kalorien

Einmal angefangen, kann man kaum mehr mit dem Knabbern aufhören. Vor allem ältere Kinder mögen den würzigen Geschmack von Kartoffelchips, Flips oder Käse-Crackern. Doch deren Kombination aus Fett und Kohlenhydraten (jeweils 35 und 50 Prozent) erhöht die Naschlust – und die Kalorienzufuhr. Zudem sind viel Salz und gehärtete Fette auch äußerst ungesund.
Gute Alternativen: Gemüsechips oder Popcorn selber herstellen macht Spaß, und ist eine schlanke Knabbervariante. Idealer Snack: eine Handvoll Nüsse – sie enthalten zellschützende Fettsäuren und Lezithin für die Konzentration.

Müsli: nicht immer gesund

Vor allem morgens braucht das Gehirn einen Nachschub an Kohlenhydraten. Die stecken in idealer Form in Getreide, weshalb Müsli und Cerealien einen guten Start in den Tag ermöglichen. Allerdings lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, denn viele Frühstücksflocken und Powerriegel sind echte Kalorienbomben. Oft liegen der Zucker– und Getreideanteil gleich auf, und der Ballaststoffgehalt fällt eher niedrig aus.
Gute Alternativen: zuckerarmes Müsli, am besten selbst gemischt. Oder Ihr streckt die Fertigmischung zusätzlich mit Vollkornflocken. Ein perfekter Energiespender im Winter: warmer Getreidebrei.

Wurst: oft zu fettig

Fleisch und Wurst enthalten gut verwertbares Eisen, hochwertiges Eiweiß sowie viele B-Vitamine – wichtige Stoffe für die Blutbildung, die Muskulatur und das Nervensystem von Kindern. Wenn für die Kleinen dann die Wurst noch in Schmetterlings- oder Bärchenform auf dem Brot liegt, schmeckt‘s nochmal so gut. Doch die meist aus Mortadella oder Salami geformten Waren sind auch besonders fettreich.
Gute Alternativen: Auf Butter verzichten, die Wurst also ohne „Zwischenschicht“ aufs Brot legem. Eher magere Sorten wie Geflügelwurst, Kassler oder Lachsschinken (ohne Fettrand) wählen.

 

Süßes gehört dazu…

… solange es zum Genießen, und nicht zum Sattessen angeboten wird! Bonbons, Schokolade und Co. dürfen laut Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) bis zu zehn Prozent der täglichen Kalorienmenge ausmachen. Für ein fünfjähriges Kind sind das z. B. 2 Kekse und 30 g Gummibärchen.
Tipp: Gebt Eurem  Kind  nach den Hauptmahlzeiten etwas Süßes – so  gewöhnt es sich an feste Zeiten und quengelt nicht zwischendurch.

Der Ampelcheck hilft weiter

Was ist okay, was eher nicht? Bei ampelcheck.de, einer Initiative der Verbraucherzentralen, erfahrt Ihr den genauen Gehalt von Fett, Zucker und Salz in rund 30 Kinderlebensmitteln.

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