Was tun bei Grippe oder Erkältung?

Was tun bei Grippe oder Erkältung?

Wie unterscheidet sich eine herkömmliche Erkältung von einer schlimmen Grippe? Wer die Symptome kennt, kann seine Erkrankung richtig therapieren.

Typisch für die Erkältung

Das sind die Symptome: Meist beginnt es mit Halsschmerzen. Nach ein bis zwei Tagen folgen in unterschiedlicher Kombination Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen, Heiserkeit und allgemeine Mattigkeit. Fieber ist bei einer Erkältung eher selten. Die Auslöser Rund 150 verschiedene Viren (z. B. Rhino- und Adenoviren) können die Übeltäter sein. Das erklärt auch, weshalb man nach überstandener Krankheit nicht vor weiteren Ansteckungen sicher ist. Ebenso, warum von Fall zu Fall eher die Bronchien oder die Nasenschleimhäute stärker betroffen sind.
So lange dauert‘s: Nach etwa drei Tagen fühlt man sich am elendsten, danach geht es bergauf. Meist ist man nach sieben bis zehn Tagen wieder fit. Bis zu vier Erkältungen pro Jahr sind übrigens normal, bei Kindern können es sogar bis zu zehn Infekte sein.
Das hilft: Viel (Tee) trinken! Nasentropfen und Bettruhe beschleunigen die Genesung. Bei starken Hals oder Ohrenschmerzen empfiehlt sich ein Arztbesuch. Auch, wenn nach einer Woche keine Besserung eintrittt.
Wie kann man vorbeugen? Genügend Schlaf, regelmäßiger Sport und vitaminreiche Ernährung halten das Immunsystem am besten in Form.

Typisch für die Grippe

Das sind die Symptome: Binnen weniger Stunden startet die Grippe ihre Attacke: Plötzliches Fieber (oft über 40 Grad), Glieder- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Husten, Schnupfen, Müdigkeit plagen die Betroffenen. Die Beschwerden sind nicht nur ungewöhnlich heftig, sie treten zu allem Überfluss auch noch gleichzeitig auf.
Die Auslöser: Influenza-Viren gibt es in drei Ausprägungen: A, B oder C. Die häufigste und gefährlichste Form ist Typ A. Er ist sehr wandlungsfähig und trickst die körpereigene Abwehr aus.
So lange dauert‘s: Als Faustregel gilt: Grippe kommt schnell und geht langsam! Erst nach zehn Tagen spürt man eine allmähliche Besserung. Wer eine Grippe durchgemacht hat, fühlt sich häufig noch Wochen später ausgelaugt und matt.
Das hilft: Bei hohem Fieber oder starken Schmerzen sollten sich Patienten vom Arzt antivirale Medikamente verschreiben lassen. Sie hemmen die Ausbreitung der Viren im Körper. Unbedingt
strenge Bettruhe halten!
Wie kann man vorbeugen? Am effektivsten schützt die alljährliche Grippe-Impfung im Herbst vor einem schweren Krankheitsverlauf. Allerdings beginnt sie erst 14 Tage nach dem „Pieks“ zu wirken.

Zink bringt‘s!

Power-Schub für das Immunsystem Studien belegen: Das Spurenelement Zink verhindert, dass Viren in die Schleimhäute eindringen und sich vermehren. Wer bei den ersten Symptomen Zink einnimmt, kann die Krankheitsdauer etwas verürzen. Die Dosis sollten Sie mit dem Arzt oder Apotheker abstimmen.

So schützt man sich vor Viren

Beim Sprechen, Husten oder Niesen werden Viren durch Tröpfcheninfektion übertragen. Bereits ein „Sicherheitsabstand“ von zwei Metern schützt davor. Und: Häufiges, gründliches Händewaschen mit Seife spült die Erreger von der Haut.

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