Aus der Bahn – Kartoffelschmarrn!

Aus der Bahn – Kartoffelschmarrn!

Wie lange mussten die Kinder von Mamas-Meal-Bloggerin Marion Jetter auf den ersten Schnee warten… Doch jetzt endlich ist er da und umso größer die Freude über die weiße Pracht. Also nichts wie raus und mit dem Schlitten den Hang hinab. Wer noch keinen Schlitten oder Bob hat, findet hier die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Die Abfahrten mit unserem alten Holzschlitten gehören zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen. Eines muss ich dabei aber gestehen: Der Hang war ziemlich steil und wurde von uns regelmäßig mit Wasser präpariert, damit wir am darauffolgenden Tag die vereiste Schicht samt selbstgebauter Schanzen noch schneller hinabsausen konnten. Ohne Helm versteht sich! Heute bin ich Mutter von zwei Kindern und sehe die Sache etwas anders. Ich bin wenig begeistert von Schanzen, habe meinen Kindern den Trick mit dem Eis selbstverständlich nicht verraten und bestehe grundsätzlich darauf, dass sie einen Skihelm tragen. Meine Kinder sind mittlerweile schon etwas größer und dürfen schon mit einem echten Rodel fahren. Trotzdem lieben sie (und auch ich) den klassichen Mini-Bob. Für alle, die den Original „Zipflbob“ noch nicht kennen oder wissen möchten, welcher Schlitten für Ihr Kind geeignet ist, kommen hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick: Denn gerade für jüngere Kinder ist nicht jedes Modell geeignet. Neben Alter und Größe des Kindes sind auch Gewicht, Geschick und Koordinationsfähigkeit wichtig.


Cooler Klassiker: Mini-Bob

Für wen geeignet: Für kleine Kinder ab 3 Jahren.

Kosten: ca. 45 €, Infos unter www.mini-bob.de

Vorteile: Kann durch Gewichtsverlagerung auch von kleinen Kindern kontrolliert werden. Der Haltegriff dient als Bremse und, unterstützt durch die Füße, als Steuerhebel. Mit seinem geringen Gewicht (1,6 kg) können ihn Kinder problemlos den Hang hinaufziehen, und er ist auch bei wenig Schnee einsatzbereit.

Nachteile: Für längere Rodelbahnen, wo zudem viele Holzschlitten oder Sportrodel unterwegs sind, nicht ideal. Schließlich befinden sich Rücken und Kopf des Kindes auf der Höhe von deren hölzernen Laufschienen.

Einsatzort: Er lässt sich auf Schlittenbergen, im Neuschnee und auch auf steilen Buckelhängen leicht beherrschen.

Einfacher Pistenflitzer: Davoser Hornschlitten

Für wen geeignet: Kinder unter 6 Jahren

Kosten: ab ca. 50 €

Vorteile: Das Kind sitzt erhöht und ist so vor Unterkühlung geschützt. Die klassischen Schlitten aus Holzlatten („Davoser“) sind stabil und relativ günstig. Hörnerschlitten haben den Vorteil, dass sich kleinere Kinder gut festhalten können.

Nachteile: Der Schwerpunkt dieser Schlitten ist relativ hoch, so dass er in Kurven schnell umkippt. Durch die starre, einfache Bauweise lässt er sich schwer lenken. Hohes Gewicht, so dass ihn jüngere Kinder nicht den Hang hinaufziehen können.

Einsatzort: einfache Schlittenhügel. Anspruchsvollere bzw. kurvenreiche Rodelstrecken können kleine Kinder noch nicht alleine bewerkstelligen. Greifen Sie besser zu einem größeren Zweisitzer-Modell, auf dem auch Sie Platz haben.

Schnittiger Freizeitrodel

Für wen geeignet: Kinder ab sechs Jahren. Für Kinder bis ca. 140 cm Körpergröße passt ein 95-er Rodel, ältere Kinder bis 170 cm brauchen bereits ein 105-cm großes Modell.

Kosten: ca. 189 € über www.gl-rodel.de (Auch gut: Die handgemachten Rodel von Torggler: www.torggler-rodelbau.com oder etwas günstiger von Kathrein: www.rodel.at)

Vorteile: Die Kufen sind anders als beim normalen Schlitten beweglich und stehen schräg. Durch Ziehen am Steuerseil lassen sich die handgefertigten Freizeitrodel von German Luge leicht lenken. Im höhenverstellbaren Sitzkissen aus Segeltuch bleibt kein Schnee hängen und der Po des Kindes trocken. (Tipp: Gibt es auch als stabilen 2-Sitzer incl. Fußablage für kleine Beifahrer.)

Nachteil: Wird auf eisiger Rodelstrecke sehr schnell.

Anspruchsvoller Sportrodel

Für wen geeignet: Kinder ab 9 Jahren.

Kosten: ca. 154 € über www.gasserrodel.at

Vorteil: Die schnellen Jugend-Sportrodel von Gasser sorgen dank extratiefer Sitzposition für jede Menge Abfahrtsspaß auf Pisten und Rodelbahnen. Durch die bewegliche Bauweise lassen sie sich mit Gewichtsverlagerung sowie Ziehen am Band sehr gut lenken.

Nachteil: Erfordert etwas Übung und ist wirklich nur von älteren Kindern zu kontrollieren. Und auch hier gilt: Vorsicht auf eisiger Rodelbahn.

Die wichtigsten Tipps für sicheres Rodeln

  • Bevor Sie mit Ihrem Kind eine kurvenreiche Rodelstrecke hinabfahren, sollten Sie überprüfen, ob es in der Lage ist, den Schlitten sicher zu lenken und vor allem auch zum Stehen bringen kann.
  • Der ADAC empfiehlt, Kinder unter 6 Jahren nicht alleine rodeln zu lassen.
  • Kinder sollten gerade auf längeren Rodelstrecken einen Helm tragen, und Sie am besten auch.
  • Informieren Sie sich vorher über den Schwierigkeitsgrad der Rodelstrecke und auch, wie die Schneebedingungen sind. Ist die Abfahrt stark vereist, können Kinder schnell die Kontrolle über ihren Rodel verlieren.
  • Skipisten sind zum Rodeln verboten.
  • Niemals auf dem Bauch oder mit dem Kopf voran rodeln.


TIPP: Welche Rodelbahnen sind für Kinder geeignet?

Leichte Strecken (blau): Eine für Anfänger oder Kinder geeignete Rodelstrecke darf ein maximales Gefälle von 14 Prozent bzw. ein Durchschnittsgefälle von bis zu zehn Prozent haben. die Kurven müssen einen Radius von mindestens acht Metern aufweisen und die Strecke darf nicht vereist sein.

Mittelschwere Strecken (rot): Nur für geübte und ältere Kinder bzw. für Erwachsene geeignet sind Bahnen mit einem Maximalgefälle von 18 Prozent, einem Durchschnittsgefälle von bis zu zwölf Prozent, Kurven mit einem Mindestradius von sechs Metern und kurzen vereisten Streckenabschnitten. Hier ist Familienrodeln mit kleineren Kindern bereits nicht mehr zu empfehlen!

Schwere Strecken (schwarz): Geübte Rodler können sich auf Strecken mit einem Maximalgefälle über 18 Prozent und einem Durchschnittsgefälle über zwölf Prozent wagen. Die Kurven können hier einen Radius von unter sechs Metern haben und es dürfen auch längere Streckenabschnitte oder gar die ganze Bahn vereist sein. Für Kinder, egal welchen Alters, sind solche Rodelpisten tabu!

Quelle: ADAC

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