Heuschnupfen: Wie Allergene draußen bleiben

Heuschnupfen: Wie Allergene draußen bleiben

Pollen und Haustaubmilben machen vielen Menschen gesundheitlich zu schaffen – vor allem im Frühling. Unsere Tipps helfen, die unliebsamen „Mitbewohner“ aus der Wohnung zu vertreiben.


Allergieauslösende Stoffe wie Blütenpollen und Hauststaubmilben tummeln sich im Grunde genommen das ganze Jahr über in geschlossenen Räumen. Doch im Frühjahr, wenn der Pollenflug seine Höchstkonzentration erreicht, und beim Frühjahrsputz mehr Staub als üblich aufgewirbelt wird, gelangen die feinen Schwebestoffe in unsere Atemwege. Allergiker reagieren dann besonders mit Fließschnupfen, tränenden Augen und Asthma. Neben medizinischen Vorsorgemaßnahmen ist es daher ratsam, potenzielle Allergenträger aus der häuslichen Umgebung weitgehendst zu verbannen.

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Haustaubmilben einsperren

Die kleinen, mit dem bloßen Auge nicht sichtbaren Tierchen, finden vor allem im Schlafzimmer paradiesische Lebensbedigungen vor. Bei warmen Temperaturen von 25 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 70 % sammeln sich hier Haare, Schimmeplpilze und alte Hautschüppchen – ideale Nahrungsquellen für Milben. Bis zu 10000 Milben pro Gramm Hausstaub leben in Kopfkissen, Bettdecke und Matratze. Milbendichte Bezüge, so genannte Encasings, zeigen die größte Wirkung, um zu verhindern, dass Milben aus der Bettwäsche in die Atemluft gelangen und zu Beschwerden führen können. Gut zu wissen: Die Bezüge sollten waschbar und mit Reißverschlüssen versehen sein. Matratzenüberzüge müssen rundherum schließen und nicht die Unterseite freilassen. Encasing-Sets kosten ab ca. 60 € und sind in Apotheken und in Sanitätshäusern erhältlich. Wurde eine Haustauballergie ärztlich festgestellt, übernehmen viele Krankenkassen einen Teil der Kosten.

Pollen aussperren

Pollen werden vor allem beim Öffnen von Türen und Fenstern in Gebäude transportiert. Heuschnupfengeplagte profitieren am meisten von Pollenschutzgittern. Sie bestehen aus extra dichtem Micro-Vlies und werden an Fenstern angebracht. Studien zufolge gelangen dadurch 90 Prozent weniger Pollen in Haus und Wohnung. Gut zu wissen: Die Gitter lassen sich auf beliebige Größen zuschneiden und einfach mittels Klettband am Fensterrahmen befestigen. Lüften ist zu jeder Tageszeit möglich, also auch nachts während des Schlafens. Sie kosten ab ca. 7 € und sind im Sanitätshäusern und Baumärkten erhältlich.

Weg mit dem Staub

Für Allergiker ist eine regelmäßige Raumpflege unerlässlich. Haken dabei: Beim Putzen, Saugen, Wischen und Kehren wird jede Menge Staub in die Atemluft gewirbelt. Damit beseitigen man ihn:
➜ Anti-Staub-Tücher: Sie sind die erste Wahl zum Wischen von glatten Böden, Oberflächen und Möbeln. Durch ihre wabenartige Struktur aus Micro-Vlies ziehen sie Schmutz „magnetisch“ an und schließen ihn ein. Ab 1 €.
➜ Staubsauger: Modelle mit HEPA-Filter (Englisch: High Efficiency Particulate Air) filtern bis zu 99,95 Prozent der Schwebestoffe aus der Luft. Wichtig bei der Geräteauswahl ist auch: Der Schmutzbehälter sollte innen antibakteriell beschichtet sein, um die Vermehrung von Schimmel, Milben und Bakterien einzudämmen. Preis: ab 50 €. Für Allergiker geeignet sind auch Staubsauger mit Wasserfilter. Dabei gelangt Schmutz nicht in einen Beutel, sondern in ein Wasserbad, das nach dem Saugen mit dem Schmutzwasser weggeschüttet wird. Preis: ab 80 €.
➜ Raumluftreiniger: Ausgestattet mit einem dreistufigen Filtersystem befreit er die Luft kontinuierlich von Feinstaub, wirkt gegen Viren und Bakterien und neutralisiert Gerüche. Preis: ab 80 €.

 

Alltagstipps für Allergiker
Der Deutsche Haut- und Allergiehilfe e. V. hat die wichtigsten Maßnahmen und Verhaltensregeln zur Allergenvermeidung in einem kostenlosen Ratgeber zusammengefasst. Er ist im Internet bestellbar unter: www.dha-allergene-reduzieren.de

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